Update 9. Juni 2020

Liebe Eltern, liebe Sorgeberechtigte,

wie Sie sicher aus den Medien bereits erfahren haben, wird ab dem 15.06.2020 für die Klassen der Primarstufe der Unterricht wieder im Klassenverband stattfinden. Die Erläuterungen und Begründungen des Ministeriums für Schule und Bildung für diese Maßnahme sind Ihnen in Auszügen zur Kenntnis und Beachtung diesem Schreiben angehängt (Wortlaut schraffiert)! Der Unterricht in der Sekundarstufe I läuft bis zu den Ferien weiter wie geplant.

Die Wilhelm-Busch-Schule begrüßt grundsätzlich den Schritt der weiteren Öffnung von Schule für Ihre Kinder. Allerdings hätten wir uns ein behutsameres Vorgehen in Richtung neue Normalität für unsere Schülerinnen und Schüler im Primarbereich gewünscht. Die Entwicklung eines solchen schülergerechten Fahrplans in Richtung Vollbeschulung hätten wir gerne in der Zeit vor den Ferien und am Ende der Ferien vorbereiten wollen, um diesen dann mit Bedacht zum Schuljahresbeginn umsetzen zu können. Dazu bleibt uns jetzt neben den notwendigen Prozessen des formalen Abwickelns des laufenden und Vorbereitens des neuen Schuljahres kaum Raum. Wir sind alle von dieser Entscheidung des Ministeriums überrascht worden, fragen uns auch, wieviel Entscheidungsspielraum uns in Zukunft zustehen wird, in genauer Passung für Ihre Kinder zusammen mit Ihrem Wissen als Eltern/Sorgeberechtigte Schule zu planen und zu gestalten.

Folgendes Konzept liegt den neuen Maßgaben des Ministeriums für Bildung und Schule zugrunde:

Möglich ist die Rückkehr zum Regelbetrieb durch eine Neuregelung der infektionsschutzrechtlichen Rahmenbedingungen.

Im Mittelpunkt steht hierbei ein schon in anderen Ländern verfolgtes Konzept. Es ersetzt für die Schulen der Primarstufe die individuelle Abstandswahrung (1,50 m) durch ein Konzept, wonach konstante (Lern-)Gruppen gebildet und durch deren Trennung Durchmischungen vermieden werden. Dies ist in der Primarstufe wegen des vorherrschenden Unterrichts im Klassenverband und wegen des Klassenlehrerprinzips, das zusätzliche Fluktuation vermeiden hilft, mit pädagogischen und schulorganisatorischen Rahmenbedingungen gut vereinbar.

Folgende Konsequenzen ergeben sich aus den Weisungen des Ministeriums für die Wilhelm-Busch-Schule und Ihre Kinder:

  • Die Schülerinnen und Schüler der Klassen OGS 1 - 4 haben ab dem 15.06. wieder Unterricht wie vor der Schulschließung im März. Die gesonderten Stundenpläne wie Unterrichtskürzungen bei einzelnen Schülerinnen und Schülern gelten weiterhin! Die Klassen verbringen ihren Schultag so weit wie möglich nur in ihrer Gruppe mit ihren Lehrkräften.
  • Die Teilnahme am erweiterten wie am reduzierten Präsenzunterricht ist Pflicht. Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Ihre Kinder vor dem Schulbesuch keine der bekannten Symptome einer Covid-19-Erkrankung aufweisen. Ihre Kinder dürfen dann die Schule natürlich nicht besuchen. Beobachten wir solche Symptome in der Schule, werden wir Sie sofort benachrichtigen, Ihr Kind abzuholen. Wir bitten nochmals eindringlich darum, während der Schulzeit für uns erreichbar zu sein.
  • Die Buslinien werden in dieser Woche wieder eingerichtet. Mit welcher Linie ihr Kind fährt, die Abhol- und Bringzeiten werden Ihnen bis zum kommenden Wochenende von der Schule mitgeteilt.
  • In den Bussen gilt weiterhin Maskenpflicht. Nach Möglichkeit werden die Busse zur Wahrung des Abstands zu 50-75 % der Sitzplätze besetzt.
  • Jedes Kind hat also eine Maske mit in die Schule zu bringen. Da, wo aus schulorganisatorischen und baulichen Gründen eine Vermischung der Gruppen u.U. möglich ist, muss Ihr Kind eine Alltagsmaske tragen. Dies wird auf dem Weg morgens vom Bus zur Klasse und beim Sammeln nach Schulschluss vor dem Bus der Fall sein!
  • Die Klassen werden zeitversetzt Hofpause machen, so dass hier nach Möglichkeit keine Vermischung der Gruppen stattfindet.
  • Bitte entnehmen Sie dem Text des Ministeriums die Hinweise zur möglichen Aufhebung der Pflicht zur Teilnahme am Pflichtunterricht bei Corona-relevanten Vorerkrankungen!

Nachdem der Präsenzunterricht in kleinen Gruppen bisher durch konsequentes Befolgen der Hygieneregeln wie Abstandhalten, Händewaschen und das Tragen von Alltagsmasken - und hier haben Ihre Kinder gut mitgezogen – allmählich zu einer geübten und akzeptierten Form von Schule-Erleben wurde und für Ihre Kinder eine Struktur bekam, wird der Präsenzunterricht im gesamten Klassenverband wieder eine Umstellung nach dieser langen Zeit werden. Ihren Kindern das neue Konzept verständlich zu machen, wird nicht ganz einfach sein. Das Zusammentreffen mit allen ist sicher Grund zur Freude, kann den einen oder anderen aber auch zunächst überfordern. Hier müssen wir als Schule aus Gründen des gegenseitigen Infektionsschutzes gut Acht geben. Das kann bedeuten, dass bei Anzeichen einer Überforderung Kinder wieder zum Lernen auf Distanz zurückgeführt werden müssen. Bitte unterstützen Sie uns bei der Vorbereitung Ihrer Kinder auf das neue Lernen, das weiterhin nach veränderten, aber strikten Regeln des Infektionsschutzes stattfindet und nur in einem achtsamen Miteinander gelingen kann.

Wir freuen uns auf Ihre Kinder und sind gespannt auf dieses neue Experiment!

Ganz herzlich,

die Schulleitung und das Kollegium der Wilhelm-Busch-Schule, Hemer

msb2006_0501 - Umgang mit dem Corona-Virus an Schulen (23. SchulMail)

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit mehreren Wochen findet an unseren Schulen - nach der vollständigen Schließung am 16. März 2020 - wieder ein eingeschränkter Schulbetrieb statt. Seitdem hat sich auch die Pandemie-Lage in Nordrhein-Westfalen deutlich entspannt. Wir können eine erhebliche Verlangsamung des Infektionsgeschehens feststellen. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir die Corona-Pandemie überstanden haben. Aber wir können angesichts solcher Entwicklungen die Risiken des Infektionsgeschehens verantwortungsvoll neu bewerten. Wir müssen dies auch tun, denn die Eindämmungspolitik der letzten Monate ist für unser soziales Leben alles andere als folgenlos geblieben. Die Folgen des eingeschränkten Schulbetriebs für die Bildungslaufbahn der Schülerinnen und Schüler, aber auch für das soziale Leben in den Familien, sind enorm. Darauf hat die Landesregierung sehr früh hingewiesen.

Nicht nur die Wissenschaft diskutiert derzeit, welche Auswirkungen das Corona-Virus auf jüngere Kinder hat. Verschiedene medizinische Fachgesellschaften, darunter die Kinder- und Jugendärzte, raten nach Abwägung der Risiken dringend dazu, Kindertageseinrichtungen und Grundschulen wieder stärker zu öffnen. Besonders für Kinder im Alter von bis zu 10 Jahren seien die Folgen der Corona-Maßnahmen als schwerwiegend anzusehen. Nordrhein-Westfalen wird daher am 8. Juni 2020 in den Kindertageseinrichtungen zu einem eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Das Land Sachsen hat dies für Grundschulen bereits umgesetzt, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und andere Länder wollen diesen Weg ebenfalls gehen.

Hinzu kommt, dass das Robert-Koch-Institut schon Mitte Mai 2020 zu einer Neubewertung der sogenannten Risikogruppen gelangt ist. An die Stelle einer abstrakten Zuordnung nach Vorerkrankung oder Alter ist die Empfehlung einer individuellen ärztlichen Einschätzung des jeweiligen Risikos getreten.

Bund und Länder haben am 26. Mai 2020 beschlossen, die Kontaktbeschränkungen auf Gruppen bis zu 10 Personen zu öffnen. Zudem besteht Einigkeit, dass der Kita- und Schulbetrieb in Bezug auf Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln gesondert zu betrachten ist. Hier tritt die Notwendigkeit der Abstandswahrung zurück, sofern konstante (Lern-)gruppen gebildet werden können und Infektionsprävention durch Vermeidung von Durchmischung geleistet werden kann.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und Sachlage hält die Landesregierung – auch in Kenntnis des damit verbundenen organisatorischen Aufwands - die Wiederaufnahme eines verantwortungsvollen Normalbetriebs an den Grundschulen bzw. an den Schulen der Primarstufe ab dem 15. Juni 2020 für geboten.

Ab Montag, 15. Juni 2020, gilt daher Folgendes:

Weitere Öffnungen in den Schulen der Primarstufe

In den Grundschulen und den Primarstufen der Förderschulen kann ohne eine Teilung der Lerngruppen wieder im Klassenverband unterrichtet werden. Diese Schulen kehren damit grundsätzlich wieder zu einem Regelbetrieb mit Unterricht möglichst gemäß Stundentafel zurück. Unterrichtskürzungen sind dann in Erwägung zu ziehen, wenn dies aufgrund von Personalmangel unvermeidbar ist. In diesen Fällen ist sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler an der Ausweitung des Unterrichts gleichmäßig teilhaben. Auf diese Weise erleben alle Schülerinnen und Schüler, auch jene mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung an den verschiedenen Förderorten vor Beginn der Sommerferien wieder den vertrauten Unterricht im Klassenverband und damit ein Stück schulische Normalität. Zudem können in dieser Zeit Erfahrungen der zurückliegenden Wochen gemeinsam aufgegriffen und weitere Erfahrungen mit Blick auf das kommende Schuljahr gesammelt werden. Für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte und letztlich für uns alle ist dies vor allem aber auch ein Signal, dass Schule nach dem Ende der Ferien so normal wie möglich wieder stattfinden soll.

Möglich ist die Rückkehr zum Regelbetrieb durch eine Neuregelung der infektionsschutzrechtlichen Rahmenbedingungen.

Im Mittelpunkt steht hierbei ein schon in anderen Ländern verfolgtes Konzept. Es ersetzt für die Schulen der Primarstufe die individuelle Abstandswahrung (1,50 m) durch ein Konzept, wonach konstante (Lern-)Gruppen gebildet und durch deren Trennung Durchmischungen vermieden werden. Dies ist in der Primarstufe wegen des vorherrschenden Unterrichts im Klassenverband und wegen des Klassenlehrerprinzips, das zusätzliche Fluktuation vermeiden hilft, mit pädagogischen und schulorganisatorischen Rahmenbedingungen gut vereinbar.

Für den Schulalltag bedeutet dies:

Die Klassenverbände verbringen die Unterrichtszeit gemeinsam in ihrem Klassenraum. Unterrichtsangebote, die eine Durchmischung von Lerngruppen mit sich bringen würden, unterbleiben bis zum Beginn der Sommerferien. Durch gestaffelte Anfangs- und Pausenzeiten muss eine Trennung der Lerngruppen auch außerhalb des Unterrichts gewährleistet werden. Wo dies aufgrund der organisatorischen oder baulichen Gegebenheiten nicht sicherzustellen ist, gilt auf den Verkehrsflächen, auf Pausenhöfen und im Sanitärbereich weiterhin das Abstandsgebot und, sofern unvermeidbar, das Gebot zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Wie bisher sollen Dritte, also auch Eltern, das Schulgelände möglichst nicht betreten. Wichtig ist die Dokumentation der Anwesenheit und der jeweiligen Gruppenzusammensetzung, um im Infektionsfall eine sofortige effektive Rückverfolgung durch die Gesundheitsbehörden zu unterstützen.

(…)

Unter Beachtung des Hygienekonzepts der Schule und der vorhandenen Kapazitäten wird auch der OGS-Betrieb sowie der Betrieb der sonstigen Betreuungsangebote wiederaufgenommen. Einschränkungen wird es ggf. durch die Notwendigkeit der Bildung konstanter Gruppen und die zur Verfügung stehenden personellen Kapazitäten geben müssen. Schulleitung und OGS-Leitung entscheiden gemeinsam, welche Regelungen für die Teilnahme getroffen werden. Inwieweit eine Verpflegung sichergestellt werden kann, ist vor Ort zu entscheiden.

(…)

Teilnahme am Unterricht bei erweitertem Schulbetrieb

Auch unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie sind alle Schülerinnen und Schüler grundsätzlich verpflichtet, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Aus Anlass einer Erweiterung des Präsenzunterrichts ist noch einmal auf Folgendes hinzuweisen:

Die Erziehungsberechtigten müssen darauf achten, dass die Kinder vor dem Schulbesuch keine der bekannten Symptome einer Covid-19-Erkrankung aufweisen.

Sofern Schülerinnen und Schüler eine Corona-relevante Vorerkrankung haben oder mit Angehörigen mit entsprechenden Vorerkrankungen in häuslicher Gemeinschaft leben, entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020. Es gelten – wie bisher schon - die Bestimmungen über Erkrankungen (§ 43 Absatz 2 Schulgesetz NRW). Die Eltern entscheiden, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte - die Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt wird angeraten. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und teilen schriftlich mit, dass aufgrund einer Vorerkrankung eine gesundheitliche Gefährdung durch die Teilnahme am Präsenzunterricht bei ihrem Kind möglich ist. In Zweifelsfällen kann die Schule von den Eltern ein ärztliches Attest verlangen und ein schulärztliches oder amtsärztliches Gutachten einholen.

Sofern eine Schülerin oder ein Schüler mit einem Angehörigen – insbesondere Eltern, Geschwister – in häuslicher Gemeinschaft lebt und bei diesem Angehörigen eine Corona-relevante Vorerkrankung besteht, entfällt die Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht, wenn ein ärztliches Attest des betreffenden Angehörigen vorgelegt wird, aus dem sich die Corona-relevante Vorerkrankung ergibt. Ist der Schulleiterin oder dem Schulleiter diese Vorerkrankung bereits bekannt, so kann von der Vorlage des Attestes abgesehen werden; in diesem Fall ist die Kenntnis der Vorerkrankung zu dokumentieren.

(…)

Lernen auf Distanz

Schülerinnen und Schülern, denen Präsenzunterricht nicht in vollem Umfang angeboten werden kann, erhalten auch weiterhin ergänzende Lernangebote für das Lernen auf Distanz, die sich möglichst an der Stundentafel orientieren. Gemäß § 42 Absatz 3 Satz 1 SchulG können diese Aufgaben grundsätzlich nicht als optional, sondern nur als verpflichtend angesehen werden Es ist jedoch auch davon auszugehen, dass es Situationen gibt, die die Erledigung der Aufgaben erschweren. In diesen Fällen gilt es besonders, die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und Augenmaß zu bewahren.

Für den gesamten Zeitraum seit Beginn der Schulschließung gilt, dass Leistungen, die während des Lernens auf Distanz erbracht wurden und werden, nur für eine Verbesserung der Abschlussnote herangezogen werden können. Nicht erbrachte oder nicht hinreichende Leistungen hingegen werden nicht in die Zeugnisnote einbezogen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Gründe für die Nichterledigung oder die geminderte Qualität der Bearbeitung vorgelegen haben mögen, die nicht von den Schülerinnen und Schülern zu verantworten sind.

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